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Entwurfskonzept | Städtebauliche Einbindung

Unter Bezugnahme auf die topographisch bedingte städtebaulich wirksame Dominante des nördlichen Seitengiebels bietet sich eine Verlegung des Haupteingangs vom Nord-West-Flügel auf die, der „Neuen Stadtmitte“ zugewandten Nordseite, geradezu an. Der dort vorhandene und derzeit unbebaute Freiraum wird konzeptionell in diesen Entwurfsansatz mit einbezogen und soll künftig als „Stadtbalkon“ dem Haupteingang des Rathauses das ihm gebührende städtebauliche Gewicht verleihen. Unter einem natürlichen „grünen Dach“ entsteht ein ebener Vorplatz mit einer hohen Aufenthaltsqualität.
Diese neue barrierefreie Platz-Eingangs-Situation löst den vorhandenen Konflikt vis-à-vis der Lutherkirche, welcher über die Jahre durch Enge, abstoßende Treppenanlagen und Dunkelheit geprägt war und respektiert darüber hinaus den Wunsch der Plauener Bevölkerung nach einer neuen Eingangssituation mit traditionellem Bezug.
Der künftige Haupteingangsbereich, als großes, zeitgemäßes Portal direkt unter dem Bürgermeisterbalkon, wirkt hell und einladend und korrespondiert symbolisch als „Verwaltungspforte“ der Stadt mit der des künftigen Landratsamtes, auf der gegenüberliegenden Seite des Syratals.
Durch die Neuorientierung und die vorgeschlagene Freiflächengestaltung der vorgelagerten Platzbereiche an der Herrenstrasse werden Altmarkt und Klostermarkt besser an die „Neue Stadtmitte“ angebunden und nachhaltige städtebauliche Impulse auf die Belebung der Innenstadt getätigt. Eine wirtschaftliche Revitalisierung der weitestgehend brach liegenden Oheim-Passage, in Folge verstärkter Fußgängerströme, ist sehr wahrscheinlich.
Der „Rückbau“ der Eingangszone an der Neundorfer Strasse und eine sich bewusst der Situation unterordnende Fassadengestaltung wird die historisch gewachsene städtebauliche Bedeutung der Lutherkirche mit dem anschließenden Luther Park deutlich aufwerten.
Ein Nebeneingang von der Marktstrasse aus ermöglicht Bürgern einen schnellen Zugang auf eine Verteilebene und reagiert somit auf die Zweiflügligkeit der Gesamtanlage. In Verbindung mit dem alten Sparkassengebäude wird somit das „Neundorfer Tor“ der historischen Wehranlage am Unteren Graben neu belebt.

Zeitraum

2012

Leistungsphasen

Ort

Plauen

Bauherr

Stadt Plauen

Auszeichnungen

Engere Wahl

Team

Marcel QuardtStefanie Dotzauer

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